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Carolinas Nachrichten Nr. 1/2002

Neugestaltung der Zeit und Chance der Landsmannschaften

Der Beginn des Jahres 2002 ist nach meinem Empfinden ein weit wichtigeres Datum als die Jahrtausendwende, von der sogar strittig ist, wann sie war. Die Aufmerksamkeit, die dem 1.1.2000 - vor allem im angelsächsisch beeinflußtem Raum - zugewendet wurde, war vor allem peinliche Übertreibung. Weder der 1.1.2000, noch der 1.1.2001 haben unser Leben so stark beeinflußt, wie der 1.1.2002.

Sieht man von der Euro-Hysterie ab - monatelang taten ja alle Medien und die von ihnen getriebenen Einrichtungen so, als ob es für jeden einzelnen gelte, die schwierigste Aufgabe der letzten 100 Jahre zu bewältigen - bleibt doch eine grundlegende Änderung unserer Bewußtseinslage. Erst jetzt werden uns jene Veränderungen deutlich vor Augen gestellt, die der einheitliche Wirtschaftsraum der Europäischen Union - wenn auch nicht deckungsgleich mit dem Euro-Raum - mit sich bringt, die immer weitergehende Aufgabe von Souveränitätsrechten und der Notwendigkeit des Zusammenschlusses in einen Bundesstaat. Ohne einheitliche Gesetzgebung, Wirtschafts-, Außen-, Verteidigungs- und Sozialpolitik, auch Bildungspolitik und Angleichung der Rechtssysteme wird Euro-Raum und EU nicht lange bestehen können.

Mit der Einführung des Euro als Bargeld treten all diese Veränderungen erst so richtig in das Bewußtsein des einzelnen, sodaß wohl viele zu neuen Dispositionen in ihrem persönlichen Lebensbereich, zumindest zu zurückhaltenden Beobachtung der Auswirkungen der neuen Situation veranlaßt werden. Verwundert es da, wenn solche wirtschaftliche Maßnahmen, die ja nur Folge der Begleiterscheinung schon lange Zeit anhaltender Veränderungen auf vielen Gebieten sind, im Zusammenhang mit den durch die neuen Medien bewirkten Veränderungen auch unseres Freizeitverhaltens tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Incorporation hat, ja mancherorts die Frage aufkeimen läßt, ob unsere Verbindungen noch in die Zeit passen. Und in der Tat, der kalte Wind bläst uns ins Gesicht - eiskalt. Nicht nur Carolina und mehr oder weniger allen Bundeslandsmannschaften; weitgehend auch dem CV und - zumindest im städtischen Bereich - dem MKV.

Die Frage, ob studentische Korporationen noch zeitgemäß sind, wurde schon nach dem 1. Weltkrieg, vor allem aber nach 1945 gestellt. Aufgrund der politischen Verhältnisse erlebten die uns weltanschaulich nahestehenden Verbindungen einen Aufschwung und eine für manche unserer damals schon äteren Bundesbrüder überraschende Blüte. Bei den schlagenden Verbindungen verlief die Entwicklung, bedingt durch ihre spezifische Situation nach dem Kriege etwas anders, letztlich aber auch nicht so desaströs wie vielleicht von manchen erwartet wurde.

Auch das Jahr 1968 und seine Folgen wurden noch halbwegs überwunden, teils mit Hilfe gefestigter und entschlossener Altherrenschaften (Austria Wien), dennoch blieben unheilbare Spuren. Im katholischen Bereich gingen als Langzeitwirkung die Geschlossenheit der Korporationen und zum Teil der Verbände zurück, die Grundauffassungen wurden oft diskutiert und aufgeweicht (Prinzip patria, Verbleib wiederverheirateter BbBb in den Verbindungen, Distanz zu der unübersehbar von inneren Problemen geschüttelten Kirche, falsches Verständnis ökonomischer Offenheit und daraus fließender Indifferentismen). Verstärkt wurde dies im Korporationsbereich durch die Betonung des Prinzips amicitia, die dazu führte, daß gegen das die Verbindungen letztlich schädigende Verhalten von BbBb nicht oder zu spät eingeschritten wurde. Nachsicht im Einzelfall hat aber bei Häufung in Summe nachteilige Wirkungen.

Ging es bei der Frage, ob die Korporationen noch zeitgemäß seien, nach 1945 um die Form, stellte sich in der Folge des Jahres 1968 immer mehr die Frage nach dem Inhalt. Diese Diskussion um Formen und Inhalt konnten die teils weit später wiederentstandenen schlagenden Verbindungen in einem abwickeln. Auch die Auswirkungen um die Aufnahme weiblicher Mitglieder kostete Substanz.

Den zeitgeitigen und zeitgemäßen Lebensgewohnheiten (Mobilität und Ortsabwesenheit, übersteigendes Interesse am augenblicklichen Spaß, Vermeiden von Bindungen, Eröffnung neuer Möglichkeiten durch wirtschaftliche Besserstellung, bishin zur Nebenfrau als Statussymbol, Selbstbezogenheit bei Gestaltung der Freizeit (Internet, Fernsehen)) halten die nicht mehr festgefügten Blöcke der Korporationen nur schwer stand.

Also: Ist der Niedergang unvermeidlich?

Das glaube ich nicht. Wir müssen nur am Grundsätzlichen festhalten. Unsere Korporationen müssen der Ort bleiben, von dem jeder weiß, daß er dort Orientierung und Halt in Grundsatzfragen bekommt. Wenn sich auch die Zeit und damit manche äußere Form ändert: Bleiben muß der inhaltliche Kern. Geschieht dies, wird es wieder besser werden. Wird er durch Beliebigkeit ersetzt, verlieren wir weites an Attraktivität und können kaum auf Nachwuchs hoffen.

Wir Landsmannschafter haben ein besonderes Problem: den weitgegenden Verlust des Geschichtsbewußtseins in der Allgemeinheit. Wie in jeder deutschen Quiz-Sendung feststellbar, gilt dies besonders für das historisch vollkommen unbedarfte deutsche Publikum. Erfahrungsgemäß kommen deutsche Tendenzen - wenn auch meist in gemildeter Form - früher oder später nach Österreich.

Wir müssen also damit rechnen, daß der Mangel an historischem Wissen und damit auch an Geschichtsbewußtsein auch bei uns zunimmt. Hier liegt aber vielleicht auch einen Ebene für die doch wesentlich im Bewußtsein der Geschichte Österreichs und seines Hauses sowie seiner Ausstrahlung nach Ost-, Mittel- und Südosteuropa agierenden und dies als ihre Aufgabe erkennenden Bundeslandsmannschaften. Wenn auch das Wissen um das Bewußtsein an Geschichte bei jungen Menschen mangelhaft ist, ist das Interesse an Geschichte - wenn auch oft in Form von Geschichtchen - teils noch vorhanden. Es muß unsere Sache sein, diese Neugier durch richtige Darstellung der Vergangenheit, der Leistungen Österreichs und seiner Regierenden, zu befriedigen.

Stellen wir uns dieser Aufgabe und trachten wir, sie - jeder einzelne in seinem Bereich, aber auch die Landsmannschaft(en) als Ganzheit, zu erfüllen. Vielleicht gelingt es, einen historischen Kreis aufzubauen, der die Durchführung öffentlich zugänglicher Veranstaltungsreihen zu altösterreichischer Geschichte ermöglicht. Das müßte in Zeiten allenthalben immer wieder beteuerten Interesses an den EU-Beitrittskandidaten, deren Entwicklung und Geschichte ja eng mit der österreichischen zusammenhängt, doch möglich sein.

Mond, Phil-x

 

Hilfsaktion 2002 für die Kinderklinik in Czernowitz (Ukraine)

Die Bundesbrüder Silesius, Marius (Js) und DDr.cer. Brutus organisieren zum vierten Mal (nach den Jahren 1999 bis 2001) eine Hilfsaktion (Medikamente, medizinisch-technische Geräte, Nahrungsmittel, Verbandsmaterialien, Kinder- und Babybekleidung, Bettwäsche, Reinigungs- und Hygienematerialien, etc.) für die Kinderklinik in Czernowitz (Ukraine).

Dieses humane Hilfsprojekt steht (wieder) unter Patronanz des Bürgermeisters der Stadt Wien, Dr. Michael Häupl, des Rektors der Universität Wien, Magnifizenz o.Univ.Prof. Dr. Georg Winckler und der Dekanin der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Wien, Spectabilis o.Univ.Prof. Dr. Marianne Popp.

Neben der Ärztekammer für Wien haben die Apothekerkammer Wien und der Fachverband der Nahrungs- und Genußmittelindustrie Österreichs eine Unterstützungserklärung für die Hilfsaktion 2002 abgegeben.

Eine kurze Bilanz der letzten drei Projektjahre zeigt den enormen Erfolg dieser rein privat organisierten humanen Spendenaktion:

- Spenden an Medikamenten, medizinisch-technischen Geräten und Verbandsmaterialien im Wert von ca. ATS 9 Millionen,

- Spenden an Nahrungsmitteln im Wert von ca. ATS 2 Millionen und

- Spenden an Reinigungs- und Hygienematerialien, Bettwäsche, Bekleidung, etc. im Wert von ca. ATS 1 Million konnten gesammelt werden.

- Die Kinderklinik in Czernowitz wurde, dank dieser Hilfsaktion von der Ukrainischen Regierung als Schwerpunktskrankenhaus anerkannt und als Universitätsklinik um zwei Lehrstühle für Pediatrie und einem Lehrstuhl für Kinderheilkunde erweitert und

- eine Erhöhung der Auslastungskapazität dieses Krankenhauses von über 400% konnte erzielt und auch bewältigt werden.

Die Organisatoren der Hilfsaktion 2002 werden dieses humane Projekt zugunsten der Kinderklinik in Czernowitz zum letzten Mal in diesem zeitaufwendigen Ausmaß durchführen (Transport der Hilfsgüter in die Ukraine: Anfang April 2002!).

Die K.Ö.L. Carolina ersucht daher die geschätzten Bundes- und Kartellbrüder (-schwestern) sowie deren Verwandte, Freunde und Bekannte um zahlreiche Beteiligung an diesem bisher vorbildlich organisierten und durchgeführten Hilfsprojekt für dieses Kinderspital in der Ukraine.

Spendenkonto: Mag. Hackauf / Kinderkrankenhaus Czernowitz, BAWAG 02010-049-094, BLZ 14.000

 

Diese Aktion ist eine gute Chance zu beweisen,
dass unser Vaterland nicht an der Grenze zu Ungarn endet!

 

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