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Carolinas Nachrichten Nr 1/2004

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Papst Johannes Paul II. wird Karl I., den letzten österreichischen Kaiser und ungarischen König (1887-1922), voraussichtlich bereits 2004 selig sprechen. Die vatikanische Heiligsprechungskongregation veröffentlichte im Dezember in Anwesenheit des Papstes ein Dekret, das eine auf Anrufung des 1918 entthronten und 1922 im Exil auf der Insel Madeira verstorbenen Monarchen geschehene "wunderbare Heilung" anerkennt.

An der Zeremonie im Vatikan nahmen auch Otto von Habsburg, der älteste Sohn des Ex-Kaisers, und zahlreiche weitere Vertreter des europäischen Hochadels teil.

"Seinem Volk mit Liebe gedient"

Karl I. (als König von Ungarn Karl IV.) hat 1916 nach dem Tod seines Großonkels Franz Joseph den Thron bestiegen und "seinem Volk mit Gerechtigkeit und Liebe gedient", betonte Kurienkardinal Jose Saraiva Martins, der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, laut Kathpress in seiner Ansprache bei der Zeremonie. "Er suchte den Frieden, half den Armen, führte mit Entschiedenheit ein geistliches Leben. Der Glaube bestimmte sein Leben von Jugend an und vor allem während des Ersten Weltkriegs sowie im Exil auf der Insel Madeira, wo er heiligmäßig starb", so der Kardinal. Mit der Bestätigung des "Wunders" durch die Kongregation ist das 1954 eröffnete kirchliche Verfahren zum Abschluss gekommen.

"Heroischer Tugendgrad"

Den "heroischen Tugendgrad" hatte die Kongregation dem Kaiser bereits im vergangenen April zugesprochen. Darin hat die katholische Kirche bestätigt, dass Karl I. ein "vorbildlicher Christ, Ehemann, Familienvater und Herrscher" war. Er habe stets das Gute seines Volkes gesucht und sich beim Regieren an der Soziallehre der katho-lischen Kirche orientiert (u.a. gründete er mitten im Ersten Weltkrieg eines der ersten Sozialministerien der Welt).

Im September 1918 hatte Karl in einer "Friedensnote an Alle" ohne Erfolg die Aufnahme von Verhandlungen über einen Verständigungsfrieden vorgeschlagen. 1917 hatte er in einem Schreiben an seinen Schwager Prinz Sixtus von Bourbon-Parma, den Bruder von Kaiserin Zita, geheimen Friedenskontakten mit Frankreich zugestimmt und die französischen Ansprüche auf Rückgabe von Elsass-Lothringen anerkannt. Der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau veröffentlichte den Brief und löste damit eine schwere Krise im Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn aus.

Keine formelle Abdankung

Nach seinem Verzicht "auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften" (eine formelle Abdankung ist nie erfolgt) am 11. November 1918 emigrierte der Kaiser 1919 in die Schweiz und wurde 1921 nach zwei fehlgeschlagenen Restaurationsversuchen in Ungarn von den Alliierten nach Madeira deportiert, wo er noch nicht 35-jährig starb.

Weg frei für öffentliche Verehrung

Die Seligsprechung ist die Vorstufe zur Heiligsprechung (Kanonisation). Die Seligkeit ist nach der Glaubenslehre der Zustand der Gerechten im Jenseits, die frei von Sünden gestorben sind. Die Kirche erklärt nach eigenem Verständnis nach genauer Prüfung des Lebenswandels des betreffenden "Dieners Gottes" diesen für "selig" und gestattet damit seine öffentliche Verehrung innerhalb der Ortskirchen, Diözesen oder Orden.

Erfolgreich mit Gebeten

Die "Kaiser-Karl-Gebetsliga" hatte sich seit Jahrzehnten um die Seligsprechung Karls, des letzten Kaisers von Österreich, bemüht. Präsident der Gebetsliga ist niemand Geringerer als der Sankt Pöltener Bischof Kurt Krenn. Mitglieder der Gebetsliga verpflichten sich, mindestens ein Mal monatlich "ihr Gebet, die Hl. Messe und die Hl. Kommunion, das Tagewerk, ein besonderes Opfer oder Sühneleiden aufzuopfern" - und zwar für die folgenden zwei Ziele:

"1. zur Sühne für alles Unrecht gegen göttliche und menschliche Autorität und für die Erlangung des Friedens unter den Völkern;

2. für die baldige Seligsprechung des Dieners Gottes Karl aus dem Hause Österreich."

Nonne "geheilt"

Der letzte österreichische Kaiser Karl I. soll offenbar wegen der "wundersamen Heilung" einer todkranken Nonne selig gesprochen werden. Wie der Enkel des Ex-Kaisers, Georg von Habsburg-Lothringen, der ungarischen katholischen Zeitschrift "Uj Ember" erzählte, soll eine Klosterschwester im Brasilien der siebziger Jahre für die Seligsprechung Karls gebetet haben, woraufhin sie auf medizinisch nicht nachvollziehbare Weise geheilt worden sei. Dies sei in drei voneinander unabhängigen medizinischen Gutachten bestätigt worden und habe dem kirchlichen Seligsprechungsverfahren neuen Auftrieb gegeben, sagte der in Ungarn lebende jüngere Sohn Otto von Habsburgs.

"Auch Politiker können selig werden"

Eine Seligsprechung des letzten österreichischen Kaisers Karl I. könne zeigen, dass man auch als politisch Verantwortlicher Christ sein und als Christ leben kann, stellte Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag in einem ORF-TV-Interview zur römischen Entscheidung im Seligsprechungsverfahren für den letzten österreichischen Kaiser fest. Die Person des letzten Kaisers sei in Österreich nicht unumstritten, man müsse aber sehen, dass Karl I. den Krieg sozusagen "geerbt" hatte, erinnerte der Wiener Erzbischof: "Er wollte diesen Krieg nicht und hat alles versucht, um seine Länder durch einen Sonderfrieden aus diesem Krieg herauszunehmen".

Karl I. sei ein "Mann des Friedens" gewesen, insbesondere für seinen letzten Lebensabschnitt gebe es auch viele Zeugnisse, dass er ein "sehr ausgeprägtes christliches Leben" geführt habe, stellte Kardinal Schönborn fest. Dagegen werde eingewendet, dass es viele gute Christen gibt, die deshalb nicht alle selig gesprochen werden. Die der Fürsprache Karls I. zugeschriebene und von einer Kommission aus Ärzten und Theologen bestätigte wunderbare Heilung bedeute aber so etwas wie die "Unterschrift des Himmels", ein Zeichen, dass Karl I. in außergewöhnlicher Weise um die Verwirklichung eines christlichen Lebens bemüht war.

Die für 2004 erwartete Seligsprechung unseres Namenspatrons Kaiser Karl ist für uns Carolinen eine besondere Freude. Ich hoffe, daß dies für viele Bundesbrüder ein Anlaß ist, sich der gemeinsamen Ideale zu erinnern und an einer Reise zu den Feierlichkeiten nach Rom teilzunehmen.

Raffael, Phil-x

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Kaiser Karl I. und die Kunst seiner Zeit

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Über das politische, religiöse und familiäre Leben Kaiser Karls wurde schon viel geschrieben. Über seine Beziehung zur Kunst im Allgemeinen und zum Jugendstil im Besonderen sind mir hingegen keine Dokumente bekannt. Es scheint mir klar, daß er während seiner kurzen Regentschaft kriegsbedingt wohl andere Sorgen hatte. Dennoch möchte ich mir erlauben sein Leben mit der zeitgenössischen Entwicklung der Kunst in Österreich und speziell in Wien in Verbindung zu bringen.

Geboren wurde Karl Franz Josef von Habsburg-Lothringen am 17.8.1887 auf Schloß Persenbeug. Es war die ausklingende Epoche des Biedermeier, der Romantik und des Klassizismus. Zu dieser Zeit wurden in Wien gerade die Ringstraßenbauten errichtet. 1889, im Jahr der Tragödie von Mayerling, starb der Maler Anton Romako, der u.a. die bekannten Gemälde Admiral Tegetthoffs in der Seeschlacht bei Lissa geschaffen hatte; er galt als Vorläufer der Moderne in Österreich. Damals begann auch die Phase des Impressionismus. Doch bereits 1892, im Geburtsjahr der späteren Kaiserin, Zita von Bourbon-Parma, gründeten einige Künstler in München die sogenannte "Sezession" als Gegenbewegung zum Historismus.

Nur fünf Jahre danach wurde die "Vereinigung bildender Künstler Österreichs Secession" gegründet. 1898, im Todesjahr Kaiserin Elisabeths, brachte die von Gustav Klimt geführte Künstlervereinigung erstmals die Zeitschrift "Ver Sacrum" heraus und Joseph Maria Olbrich schuf das "Secessions"- Gebäude. Im selben Jahr wurde auch die erste Teilstrecke der Wiener Stadtbahn eröffnete, deren Gebäude von Otto Wagner gestaltet wurden.

1903 wurde die "Wiener Werkstätte" gegründet, deren Direktoren niemand geringerer als die Professoren der Kunstgewerbeschule Josef Hoffmann und Koloman Moser waren. 1905 starb der Ehrenpräsident der Wiener Secession, der Vedutenmaler Rudolf Ritter von Alt. In den beiden folgenden Jahren werden die von Otto Wagner entworfenen Gebäude der Postsparkassen und der Kirche am Steinhof fertiggestellt. 1910 wird von Adolf Loos das anfangs umstrittene Haus auf dem Michaelerplatz errichtet.

Als 1914 mit dem Attentat von Sarajevo der erste Weltkrieg ausgelöst wird, endet damit auch die Hochblüte des Jugendstil in Wien. Am 21.11.1916 stirbt Kaiser Franz Josephs und Karl I. tritt die Nachfolge als Kaiser an. Seine kurze Regentschaft endet im November 1918. In diesem Jahr sind mit Gustav Klimt (6.2.), Otto Wagner (11.4.), Kolo Moser ( 18.10.) und Egon Schiele (31.10.) bereits vier der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Jugendstil gestorben. Es ist wohl ein Zufall, aber mit dem Untergang der Monarchie ging auch jene künstlerische Epoche zu Ende, die kurz nach der Geburt Kaiser Karls begonnen hat und meines Erachtens die bedeutendste Stilrichtung in der österreichischen Kunstgeschichte darstellt.

Raffael

 

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Soll & Haben
der Bericht des Kassiers

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu, womit sich die Gelegenheit ergibt Bilanz zu ziehen. Aus diesem Grund möchte ich mich recht herzlich bei allen Bundesbrüdern und Freunden Carolinae für deren finanzielle Unterstützung während des Jahres bedanken. Diese Beiträge sichern nicht nur den wirtschaftlichen Fortbestand unserer Verbindung. Sie ermöglichen es auch, uns nach Außen hin zu präsentieren. Diese Präsenz soll nicht nur durch unsere Verbindungszeitschrift, sondern auch durch soziales Engagement, wie den Deutschkurs für unseren Farbenbruder Harald, gezeigt werden.

Für eingegangene Spenden unseres Patronanzprojektes möchte ich mich recht herzlich bedanken bei:

Den Spendern des Heringschmauses und der Mai-Bier-Bowle, dem Kierlinger Couleurstammtisch, HR Dr. Karl Ravas, Dr.cer. Brutus und Augustus.

Den Lesern unserer Verbindungszeitschrift möchte ich für ihre finanzielle Unterstützung herzlich danken.

Weiters möchte ich mich bei allen Bundesbrüdern herzlich bedanken, die unsere Verbindung über die vorgeschriebenen Mitgliedsbeiträge hinaus unterstützt haben. Allen Bundesbrüdern Carolinae die ihren Mitgliedsbeitrag pünktlich und vollständig entrichten sei an dieser Stelle pauschal gedankt.

Ursus, Phil-xxxx

 

Ich bringe allen Spendern einen breiten Streifen,
aber ich würde mich freuen,
euch alle (wieder) einmal auf der
Bude begrüßen zu dürfen ...

Selbstportrait - KF Crassus

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Ich bin in Pisz im ehemaligen Ostpreußen geboren.

Sternzeichen: Steinbock

Aussehen: groß, hübsch, derzeit ohne Haare auf dem klugen Kopf

Familienstand: noch ledig (Anm. der Red.: aber ständig auf der Suche ... )

Bierfamilie: Leibbursch Dr.cer. Brutus

Status bei Carolina: noch Fuchs, aber hoffentlich bald Bursch

Beruf: Gott sei Dank Student Studienrichtung: Innovation- und Technologiemanagement

absolviertes Studium: WSB-NLU, Polen und USA

akademischer Grad: Bakkalaureus

Fahrzeug: am liebsten zu Fuß

Sport: Bier und Wein trinken

Lieblingsfarben: aktuell "Blau-schwarz"

Lieblingstiere: Löwen und Pferde

Lieblingsblume: Rose

Hobbys: Studieren, studieren, studieren ...

Lieblingsspeise: Kaiserkrainer mit viel Senf dazu

Lieblingsgetränke: Bier und Wein, Wodka

liebste Jahreszeit: "4 Jahreszeiten" (Vivaldi)

Morgen- / Abendmensch: eher ein "Mittagsmensch"

Literatur: Forschung und Entwicklung, Brockhoff

Theater: ja, aber nur Volkstheater

Lieblingsfilm: Casablanca

Musik: Klassische Musik

Malerei: Gustav Klimt, Van Gogh


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