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Carolinas Nachrichten Nr 1/2008

 

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Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit für einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Ich möchte diesen Rückblick aber viel weiter ausdehnen und die Entwicklung der letzten Jahrzehnte seit der Gründung Carolinas betrachten. Sehen wir uns zuerst einmal den technischen Fortschritt an Hand von ein paar Beispiele näher an:

Zur Zeit der Gründung unserer Corporation im Jahr 1936 bis zu ihrer ersten, zwangsweisen Schließung im Jahr 1938 gab es auf unseren Straßen fast keine Kraftfahrzeuge, in den Kinos wurden die ersten Farbfilme gezeigt und in den Wohnungen befanden sich Kühlschränke, bei denen noch mit Eisblöcken gekühlt wurde.

Bei der Reaktivierung Carolinas im Jahr 1945 war Österreich, insbesondere Wien, mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Doch die Technik entwickelte sich sehr rasch und mit ihr stieg der Wohlstand. Im Jahr 1957, als ich geboren wurde und sich die Spur unserer Verbindung wieder in den Archiven verliert, gab es in unserem Land noch weniger als 1 Million Kraftfahrzeuge, nur wenige davon im Privatbesitz. Telefone im Haushalt waren noch lange keine Selbstverständlichkeit, von Fernsehapparaten ganz zu schweigen.

1976 wurde Carolina reaktiviert und ich begann mit dem Studium der Betriebsinformatik, in dessen Verlauf ich nur mit Lochkarten auf einem Großrechner gearbeitet habe und keinen einzigen PC zu Gesicht bekam. Und heute? Die rasante Weiterentwicklung der Technik ist allen Lesern aus eigener Erfahrung bekannt. Eine Welt ohne Auto, Handy, Satelliten-TV, PC und sonstige Errungenschaften der Neuzeit ist kaum mehr vorstellbar. Aber diese Entwicklung hat auch tiefe Spuren in der Gesellschaft hinterlassen.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts waren intakte Familien noch der Normalzustand, die Ehe nicht nur ein kirchliches Sakrament, sondern auch eine gesellschaftlich anerkannte Institution. Gesetzliche Erleichterungen von Scheidung und Abtreibung sowie die medizinischen Fortschritte im Bereich der Empfängnisverhütung sind Ursachen oder Folgen einer tiefgreifenden Veränderung, wie z.B. die Gleichstellungsdiskussion für homosexuelle Partnerschaften zeigt. Selbst in vielen „christlichen Familien“ ist das Zusammenleben auf Zeit und ohne Trauschein längst Realität.

Diese gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst natürlich auch das Verbindungsleben. Zwar hat sich die Zahl der Vereine seit den Fünfzigerjahren in Österreich mehr als verdreifacht, hingegen hat das Interesse an der lebenslangen Bindung zu einer Corporation merklich nachgelassen. Leider macht sich das auch in der Einstellung mancher langjährigen Mitglieder bemerkbar. Nutzen wir gemeinsam das Jahr 2008 um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Ich bin überzeugt, dass durch eure aktive Teilnahme am Verbindungsleben in Zukunft ein Klima geschaffen werden kann, in dem sich alte Couleurstudenten wohlfühlen, das aber auch für junge Studenten attraktiv ist. Ergreifen wir miteinander diese Chance zum Wohle und zur Zukunftssicherung unserer Carolina!

Dr.cer. Raffael, Phil-x

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In den Rückspiegel...
... blicken Raffael und Archimedes

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Papstbesuch

Gegen Ende der Ferialis fand in Österreich ein „Couleurbesuch“ der ganz besonderen Art statt: Kb Joseph Ratzinger besuchte in seiner Eigenschaft als Papst Benedikt XVI. Mariazell und Wien. Auch wenn Carolina aus verschiedensten Gründen bei diesem Anlaß nicht in Farben teilnehmen konnte, hatten wir einen Vertreter in der vorderster Reihe: Unser Verbindungsseelsorger Dechant KR Mag. Edward Daniel v. Angelus war eingeladen worden in Dom zu St. Stephan zu konzelebrieren, wie das obige Foto von der Fernsehübertragung beweist.

Friedenswallfahrt

Anlässlich der Friedenswallfahrt der Gebetsliga in das Zisterzienserstift Stams präsentierten DDr.cer. Brutus und Elektra eineinhalb Tage mit großem Erfolg die Kaiser Karl-Ausstellung „Verkannt! Verbannt! Verehrt!“. Unter den fast 300 interessierten Gästen befanden sich die kaiserliche Familie, die Landeshauptleute Nord- und Südtirols sowie hochrangige Repräsentanten des Klerus. Höhepunkte der Wallfahrt waren die Einsetzung einer Reliquie des seligen Karl, als letzten gefürsteten Grafen von Tirol, im Stift Stams und ein abendlicher Festakt, bei dem einmal mehr Dr. Otto von Habsburg mit seiner Ansprache brillierte.


Berichte zum 71. Stiftungsfest, zum Vortrag KB Tötschinger und zum Bundestagungskommers siehe Rückpiegel!



Kartengrüße

Auch nach der Hauptreisezeit im Sommer haben einige BbBb und Freunde fern der Heimat an Carolina gedacht. Seit dem letzten CarotAs sind folgende Grüße bei uns eingetroffen:

t Bb Marius (Js) aus Heidelberg,

t 
Bb Amor und Ks Freya von einer MittelmeerKreuzfahrt aus Malaga,

t 
DDr.cer Brutus, Ks Elektra und deren Sohn Kb Nöm-Mix (TEW) von der Scherenschnitt-Ausstellung des Museums Kierling aus dem fernöstlichen Shanghai.

Bierzipf

Mein Neujahrswunsch lautet: Jeder Bundesbruder
sollte einmal öfter pro Semester auf

die Bude kommen als bisher - Prosit !