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Carolinas Nachrichten Nr 3/2002

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Fast drei Jahre ist es her, seit Carolina in Ermangelung einer Aktivitas die Sistierung derselben beschlossen hat und das Philisterchargenkabinett unter der Leitung von AH Dr. Paul Weiser v. Mond die vereinsrechtliche Leitung und damit das weitere Geschick unserer Korporation in die Hand nahm. Wir haben in den letzten drei Jahren bewiesen, daß auch eine reine Altherrenschaft einen abwechslungsreichen Budenbetrieb aufrecht erhalten kann, wenngleich der Veranstaltungsbesuch nicht immer zufriedenstellend war. Unsere Präsenz im akademischen Bund katholisch-österreichischer Landsmannschaften wurde nicht nur durch die Teilnahme an den Bundesconventen und -tagungen, sondern auch durch gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Korporationen unter Beweis gestellt. Die großzügige finanzielle Unterstützung der Renovierung der Kaiser Karl-Kapelle in Cirák war ebenfalls ein sichtbares Zeichen für unseren Fortbestand.

Nun ist die erste Amtsperiode seit der Sistierung ausgelaufen und die Karten wurden neu gemischt. Das Schicksal (oder besser gesagt der letzte AHC) hat mich - nach fast zwanzig Jahren ununterbrochener Tätigkeit als Kassier - zum Philistersenior bestimmt. Auch die anderen Chargen und Funktionäre (siehe Seite 2) haben großteils gewechselt. Im Unterschied zur österreichischen Bundespolitik erfolgten die Neuwahlen allerdings in allgemeiner Harmonie.

Wie nach einer Regierungsumbildung üblich, wird es auch bei uns zu gewissen Änderungen kommen, doch diese stehen unter dem Motto: "Bewährtes bewahren". In diesem Sinne wollen wir unseren Bundesbrüdern und Gästen auch weiterhin ein interessantes Veranstaltungsprogramm bieten. Um die Besuchsfrequenz zu steigern, wird der Terminkalender aber auf zwei bis höchstens drei Veranstaltungen pro Monat gestrafft.

An dieser Stelle möchte ich dringend an alle Carolinen appellieren: Wenn sich jeder von Euch wenigstens einmal pro Monat auf die Bude begibt, lohnt sich das sowohl für die Organisatoren, als auch für die Besucher!

Das Caro-As wird weiter in bewährter Weise erscheinen, um über die Vorgänge in und bei Carolina zu informieren. Nur das äußere Erscheinungbild unseres Verbindungsorgans ist (m)einer sanften Reformierung zum Opfer gefallen ...

Bewährt hat sich auch unser Bankkonto bei der Ersten, BLZ 20111, Kto.Nr. 303-69673, welches somit trotz Wechsel des Kassiers beibehalten wird. Ich bitte um Verständnis, daß wir im Zeitalter des Internet-Bankings aus Kostengründen meist keine Zahlscheine mehr beilegen. Ich hoffe, daß dennoch zahlreiche Spenden den Weg auf unser Konto finden.

Unser Ziel für die kommenden drei Jahre ist, Carolina in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit zu erhalten, um mittelfristig die Chancen für eine Reaktivierung der Aktivitas zu verbessern.

Ich ersuche Euch alle, das neue Team der Altherrenschaft dabei nach besten Kräften zu unterstützen und freue mich auf ein Wiedersehen mit DIR im kommenden Semester.

Raffael, Phil-x

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Dechargierung

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Die AH-Chargen der letzten drei Jahre waren:

  Phil-x Mond
  Phil-xx Dietrich von Bern
  Phil-xxx Archimedes
  Phil-xxxx Raffael

Der Wahl-AHC hat alle Mitglieder des AH-ChC dechargiert und Ihnen Dank und Anerkennung ausgesprochen.

 

Wieso denn bloß erinnert
mich eine Dechargierung
immer an Weihnachten ...

 

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Neuwahl

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Am AHC vom 11. Juni 2002 wurden folgende BbBb als Chargen für die kommenden drei Jahre gewählt:

  Phil-x Raffael
  Phil-xx Dr. cer. Brutus
  Phil-xxx CPM
  Phil-xxxx Ursus

Kontakt zu den Chargen geht ganz leicht über unsere Carolinen e-mail Adresse!

 

Bundestagung

Jene Bundesbrüder, die Anträge an die BuT stellen wollen, werden gebeten, diese bis spätestens Ende Oktober dem hohen Phil-x zukommen zu lassen, damit gegebenenfalls rechtzeitig die erforderlichen Convente einberufen werden können.

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Carolinen-Tag 2003

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Der neue AH-ChC hat beschlossen, den für das WS angedachten Zukunfts-AC auf April 2003 zu verschieben und dafür in Form eines Carolinen-Tages zu gestalten. Dadurch können wir einerseits dem wichtigen Thema "Zukunft unserer Verbindung" mehr Zeit widmen, andererseits geben wir den BbBb die Gelegenheit ein Semester lang die Arbeit des neuen ChC zu beobachten und die gesammelten Erfahrungen und Anliegen einzubringen.

In den Rückspiegel ...
... blicken Archimedes und Raffael

Schon wieder ist ein Semester vorbei und das neue Semester beginnt. So wollen wir die Gelegenheit nutzen, um in den Rückspiegel zu blicken. Der Blick zurück zeigt uns, was sich bei Carolina getan hat - und für Sammler tut sich hier eine Quelle auf, aus der man auch in Zukunft schöpfen kann.

Zukunft - das war auch das Thema eines AC bei uns. Ein kleine Gruppe traf sich, um zu überlegen, was wir nach dem Ablauf der Amtsperiode der Philisterchargen für die Zukunft unserer Gemeinschaft tun können. Ein Anfang wurde gemacht, und es haben sich wieder einige Bundesbrüder gefunden, die bereit sind die Geschicke unser Carolina in die Hand nehmen.

Es ist schon zur Tradition geworden, daß wir uns in der Fastenzeit mit unserem Verbindungsseelsorger Angelus treffen. Angelus leitete - oder besser - moderierte eine Osterbesinnung, bei welcher die Bundesbrüder aktiv werden mußten. Es ist immer spannend zu beobachten, welche Diskussionen sich dabei entwickeln und auf welche Gesprächsthemen wir kommen.

Da die Osterkneipe in der veranstaltungsarmen Ferialis angesetzt war, hatte sie erfreulicherweise regen Zulauf von jungen Kartellbrüdern und -schwestern. Dies trug erheblich zur guten Stimmung und zum späten Ausklang des Abends bei.

Am 16. April trafen wir uns nach dem Besuch der Abendmesse in St. Thekla auf der Bude, um des 80. Todestages unseres Namenspatrons Kaiser Karl zu gedenken. Wir sahen uns gemeinsam zwei aktuelle TV-Dokumentationen zu diesem Thema an. Besonders bemerkenswert war dabei eine Kameraeinstellung von der Wiedereinweihung der Kaiser Karl-Kapelle in Cirák. Nunmehr weiß alle Welt, daß wir neue Handschuhe brauchen, da die alten schon Löcher haben....

Die Landesvaterkneipe war ein würdiger Anlaß, um unserem lieben Bundesbruder (Dr. cer.) Eisenherz, der beim Stiftungsfestkommers im Oktober wegen eines Auslandsaufenthaltes verhindert war, nachträglich das 50 Semester Jubelband zu verleihen. Die gut besuchte Kneipe wurde vom hohen Philisterconsenior Dietrich von Bern - wie nicht anders zu erwarten - souverän geleitet.

Landesvater 2002: Jubelbandverleihung
Landesvater 2002: Präsidium und Jubilar
Landesvater 2002: "Ich durchbohr den Hut..."
Landesvater 2002: "Dein Haupt will ich bedecken..."

 

Am 14. Mai 2002 begaben wir uns zu unserer Mutterverbindung Maximiliana. Es war zum Club Maximiliana geladen, wo die Bb Fürst Karl von Schwarzenberg und Botschafter Dr. Alfred Missong zu den Benesch-Dekreten referierten. In der überfüllten Maxenbude haben die beiden Referenten die Zuhörer aus der Reserve gelockt. Bei den Wortmeldungen aus der Corona wurden zwar keine interessanten Fragen gestellt, aber manche "Frager" konnten in den wortreichen Selbstdarstellungen ihre Enttäuschung nicht verbergen: Die Vortragenden hatten zu keiner Pauschalverurteilung aufgerufen, sondern ein differenziertes Bild der Entwicklung entworfen. Es war eine Freude und große Bereicherung, den vortragenden Bundesbrüdern zuzuhören.

Anläßlich der 80. Geburtstage von (Dr. cer.) Armin und AH Pannonicus sowie des 75. von Dr. cer. Wolkenstein fand im großen Rahmen eine feierliche Geburtstagskneipe statt, bei der auch e.v. K.Ö.L. Maximiliana mit Gastchargierten und einer stattlichen Abordnung von Kneipanten teilnahm. Die Jubilare erhielten von der Verbindung spezielle Magnumflaschen Rotwein mit Carolinen-Etikett und erfreuten ihrerseits die Festgäste mit freier Konsumation.

Bei der Semesterschlusskneipe nützte der scheidende Philistersenior Mond die Gelegenheit, um sich von besonders treuen Bundesbrüdern, die ihn ermutigt und motiviert haben sein Amt bis zum Schluß weiterzuführen, mit einer Flasche "Mond-Wein" zu bedanken.

Die Urlaubskneipe war dann die erste Gelegenheit, den neuen Philistersenior Raffael nach langer Zeit wieder einmal als Kneippräsidium zu erleben. Dem Motto entsprechend wurde der vergnügliche Abend als eine musikalischen Rundreise gestaltet. Es hat gut getan, eine Reihe neuer (oder eigentlich alter?) Lieder wieder einmal zu singen.

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Josefine Allmayer
die Schernschnittkünstlerin des
Kaiser Karl Gedächtnis-Jahrbuches

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In Kooperation mit dem Stiftsmuseum Klosterneuburg konnte das Museum Kierling - Leitung Fritz Chlebecek v. DDr. cer. Brutus TEW/Ca etc - im Stift eine Ausstellung über die wohl bedeutendste österreichische Scherenschnittkünstlerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gestalten.

Josefine Allmayer wurde im Dezember 1904 in Kierling bei Klosterneuburg als erstes von insgesamt 6 Kindern geboren. Die Mutter war Pflegerin in der Nervenheilanstalt Gugging, der Vater, Johann Allmayer, Tapezierer. Da sein Handwerk alleine für die Erhaltung seiner großen Familie nicht ausreichte, versuchte er sich, mit Erfolg, auch als Porträtist und Silhouettenschneider. Die bevorzugten Stätten seines Wirkens waren dabei das Griechenbeisl (damals Reichenberger-Beisel) und das Cafe Silber am Schwedenplatz.

Von ihm erhielt Josefine Talent und Interesse. Nach den "Lehrjahren" bei ihrem Vater - eine Kunstakademie konnte sich die Familie nicht leisten - brachte sie es zu einer außergewöhnlichen Perfektion in der Scherenschnittkunst, die weit über dem Können ihres Lehrmeisters stand. Der Vater unterstützte sie daher beim Zeichnen der Entwürfe sowie bei der Anbahnung und Abwicklung der Geschäfte. Josefine, die mit 5 Jahren bereits Schnitte anfertigte, verkaufte mit 12 Jahren ihren ersten Scherenschnitt mit dem Titel "Winterwald" um 4 Kronen an eine Wiener Galerie und stellte kurz vor ihrem 16. Geburtstag im Wiener Kunstverlag Würthle erstmals ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit aus.

In der Folge wurden ihre Werke in weit über 25 Ausstellungen gezeigt, neben Wien und anderen österreichischen Städten zB auch in Zürich, Winterthur und New York.

Allmayer hatte sich ganz der Scherenschnittkunst verschrieben, daher auch der Titel der Ausstellung und des Buchkataloges des Museums Kierling "Josefine Allmayer - Ein Leben für den Scherenschnitt". Die Arbeiten wurden als Kunstwerke, für Ansichtskarten aber auch als Gebrauchsgrafik für Illustrationen verwendet. Nach dem derzeitigen Stand der Aufarbeitung ihres künstlerischen Nachlasses, der 1998 vom Museum Kierling erworben wurde, hat Josefine Allmayer in etwa 100 verschiedenen Medien (Bücher, Plakate, Zeitschriften) mit über 450 Folgen rund 1.900 Scherenschnitte veröffentlicht!

Besondere Verdienste bei der Aufarbeitung des Lebenswerkes der Künstlerin hat sich DDr. Brutus dadurch erworben, dass er erstmals in einer Publikation den engen Kontakt von Hans und Josefine Allmayer zum Hause Habsburg herausgearbeitet hat und diesem Thema im Buch-Katalog einen eigenen Abschnitt widmete, der auch in der Ausstellung selbst seinen Niederschlag findet. Großer Raum wird ihren Ar-beiten für den Kaiser Karl Gedächtnis-Kalender eingeräumt, sowie vielen weiteren Arbeiten für monarchistische Vereinigungen der Zwischenkriegszeit. Dazu gehören auch eine große Anzahl von "patriotischen" Künstlerkarten. Große Beachtung fand in diesem Zusammenhang auch ein Originalschreiben von Kaiserin Zita aus dem Exil in Steenockerzeel, in dem diese für einen Scherenschnitt "Allerhoechst ihren wärmsten Dank" übermitteln ließ! Für Geschichtsinteressierte und dem Alten Österreich Verbundene eine faszinierende Welt aus der Hand einer Scherenschnittkünstlerin.

Brutus und seinem Museums-Team ist es gelungen, in einer wunderbaren, ansprechenden Form das gesamte künstlerische Schaffen dieser genialen Frau vor dem Besucher aufzubereiten, von welcher es in einem zeitgenössischen Fachartikel heißt, daß sie "durch ihre virtuose Technik und innovative Ideen (etwa durch Hinterlegung der Schnitte mit farbigen Papieren zur Erzielung dreidimensionaler Effekte) dem Medium Scherenschnitt zu einer letzten großen Blüte verholfen hat!"

Anläßlich des Couleurausfluges am 26. Oktober 2002 wird um 14 Uhr DDr. cer. Brutus persönlich durch die Ausstellung führen und versuchen, die ganze Faszination, die Josefine Allmayer mit ihren einmaligen, filigranen Kunstwerken geschaffen hat, auf die Besucher zu übertragen!

Für Aktive kann Brutus freien Eintritt organisieren, alle anderen Besucher erhalten einen Sonderpreis.

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Stiftungsfestausflug
nach Klosterneuburg

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Samstag, 26. 10. 2002 (Nationalfeiertag)

12.00 c.t. Gemeinsames Mittagessen beim Griechen-Restaurant Santorini, Buchberggasse 27, beim Kardinal Piffel-Platz, Tel. 02243/22930

14.00 s.t. Führung durch die Ausstellung "Josefine Allmayer - Ein Leben für den Scherenschnitt" im Stiftsmuseum Klosterneuburg, durch DDr.cer. Brutus; Treffpunkt beim Portier im Stiftsgebäude

anschließend Couleurbummel

16.00 c.t. Ausklang beim Heurigen Monika Schulteis, Buchberggasse 9, Tel. 02243/32276

Der gesamte Stiftungsfestausflug wird vom hohen PhilisterconseniorDDr. cer. Brutus betreut.

Deutschkurs
für einen jungen Farbenbruder der
Bukowina-Czernowitz

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Der hohe Phil-xx DDr. cer. Brutus berichtete dem AH- ChC über seine Reise mit Kbr Raimund Lang v. Dr. Giselher im Rahmen der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte (GDS) nach Czernowitz vom 29.8. - 8.9. dieses Jahres.

In diesem Zusammenhang erzählte er auch über die Hochschulverbindung "Bukowina", einer Gründung aus dem Jahre 1998, zu der es besonders gute Kontakte gibt und die ein großes Naheverhältnis zur österreichischen Tradition pflegt. Dies wird nicht nur durch ein Kaiser Franz Josefs-Bild und Insignien des "Alten Österreichs" auf deren Bude dokumentiert, sondern auch durch die Tatsache, daß ein großer Teil der Mitglieder entweder Geschichte unterrichtet oder studiert. Wesentliche Voraussetzung dafür sind gute Deutschkenntnisse, wofür die älteren "Bukowiner" fast bekannt sind!

Der derzeitige Fuchsmajor, ebenfalls ein Geschichtsstudent, hat nun den Wunsch in den Sommerferien in Wien einen Deutschkurs zu absolvieren!

Der AH-ChC Carolinae stellte fest, daß in diesem Zusammenhang "Schweigen SILBER und Reden GOLD" ist und arbeitet daher derzeit an einer Patronanzaktion für diesen Deutschkurs. Brutus wird am Dienstag, den 5. November 2002 über die Fahrt nach Czernowitz mit Lichtbildern berichten, dabei auch die Bukowina vorstellen und Näheres zu der geplanten Patronanzaktion mitteilen. Ideen und Vorschläge zu diesem Thema bitte an den hohen Phil-xx DDr. Brutus.

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