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Carolinas Nachrichten Nr 3/2003

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Mancherorts hält man uns Landsmannschafter für "Ewiggestrige". Sogar unter den Bundes- und Kartellbrüdern mehren sich die Stimmen, die glauben, daß das Couleurstudententum "out" ist und der Zeitgeist sich gegen Vereinsmeierei im Allgemeinen, und gegen Lebensfreundschaft und Geschichtsbewußtsein im Besonderen richtet. Diese Auffassung möchte ich so nicht unwidersprochen hinnehmen.

Zum einen zeigt die Anzahl von mehr als 106.000 Vereinen in einem relativ kleinen Land wie Österreich meines Erachtens sehr deutlich, daß viele Kontakte und Freundschaften mit Gleichgesinnten noch immer in natura geschlossen werden und nicht virtuell mittels Internet oder Bildtelefonie.

Zum anderen beobachte ich mit Interesse, die ständig steigende Anzahl an Veranstaltungen, die sich zumindest vordergründig mit Themen aus der Geschichte beschäftigen. Natürlich ist mir bewußt, daß die Intention dieser "events" - wie man heutzutage große Veranstaltungen auf neudeutsch bezeichnet - in der Belebung des Fremdenverkehrs und damit der Wirtschaft besteht. Auch zweifle ich nicht daran, daß die Besucher derartiger Ereignisse (mich selbst eingeschlossen) in erster Linie dem Alltag entfliehen wollen und eine abwechslungsreiche, bisweilen auch spannende Unterhaltung suchen. Trotzdem glaube ich, daß dieser lockere Zugang bei vielen Personen eine weitere Beschäftigung mit historischen Themen auslöst.

Schließlich finden nicht nur die spektakulären Ritterturniere (deren Akteure sehr oft Stuntmen aus dem Raum der ehemaligen Donaumonarchie sind) regen Zustrom. Eine Vielzahl von Ausstellungen haben geschichtliche Inhalte, von der Urzeit bis zum Ende der Monarchie und natürlich auch darüber hinaus. Es gibt keltische Dörfer (z.B. in Mitterkirchen, in OÖ), ein Germanengehöft in Elsarn (im Straßertal, in der Nähe von Langenlois) und unzählige Burgen, die einen Einblick in das mittelalterliche Leben gewähren. Zahlreiche Schlösser entführen Ihre Gäste z.B. in die Welt der Renaissance oder des Barock. Und auch historische Musik, z.B. der Dudelsack, ist heute (wieder) gefragt.

Zwei Veranstaltungen, die ich im letzten August besucht habe, möchte ich besonders erwähnen:

Unter dem Titel "Ottokar & Rudolf" wurde in Dürnkrut und Jedenspeigen ein sehenswertes Historienspektakel aufgeführt. Eine gänzlich andere, aber nicht minder imposante Welt eröffnete sich für die Zuschauer der Spanischen Hofreitschule vor dem Schloß Schönbrunn. Diese beiden Ereignisse waren für mich ein sichtbares Zeichen, daß Geschichte lebt und gelebt wird!

In diesem Klima sollte es den Couleurstudenten, besonders uns Landsmannschaften, gelingen zu beweisen, daß auch wir ein lebendiger Teil der österreichischen Geschichte sind und jungen Menschen von heute etwas zu bieten haben. Dabei wollen wir keinesfalls mit einem historischen Trachtenverein verwechselt werden. Der Unterschied ergibt sich aus unseren Prinzipien, deren Bedeutung auch weiterhin hervorgehoben und erhalten werden muß.

Raffael, Phil-x

Nach diesem heißen Sommer
freue ich mich schon richtig auf
das nächste Bier auf der Bude!

 

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Der Bücherwurm
berichtet über
Ein Leben aus dem Glauben
Hans Karl Freiherr Zeßner-Spitzenberg

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Hans Karl Freiherr Zeßner-Spitzenberg - ein Name, der für uns Landsmannschafter die Botschaft mitträgt: ein Märtyrer für Österreich. In einem meiner ersten Fuchsenconvente wurde mir der Name bereits nahegebracht, weil Zeßner-Spitzenberg, ein führender Kopf der legitimistischen Bewegung, auch Bundesbruder in unserer Carolina war. Für mich war Zeßner-Spitzenberg immer eine Persönlichkeit, die über ihren Tod hinaus die Grenzen zwischen den Verbänden ÖCV-MKV-KÖL verschwinden ließ, da er bei Verbindungen aller drei Verbände Mitglied war.Nunmehr haben seine Kinder Pius Zeßner-Spitzenberg, Zita Thanner und Hanna Paradeiser im Eigenverlag ein Buch herausgebracht, das sich in erster Linie mit dem tiefgläubigen Katholiken Hans Karl Freiherr Zeßner-Spitzenberg auseinandersetzt. Die Autoren zeigen an Hand von Tagebuchaufzeichnungen, Gedichten, Gebeten etc., den Lebensweg ihres Vaters.

Uns sind meist nur wenige Fakten aus dem Leben dieses Bundesbruders bekannt. Bei der Lektüre dieses sehr persönlichen Buches, in dem die innige Beziehung der Autoren zu ihrem Vater stark spürbar ist, eröffnet sich eine sehr lesenswerter Gesamtschau.

Archimedes

 

Neugierig gewordene Bundesbrüder können bei AH Archimedes einen Einblick in das Werk nehmen, dessen erste Auflage mittlerweile vergriffen ist. Die zweite Auflage ist aber bereits gedruckt und Interessenten können das Buch zum Preis von 15,- Euro direkt über Frau Zita Thanner (1090 Wien, Garnisongasse 6/8, Tel.: 405 26 40) beziehen.

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Kopfstetten

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Kopfstetten? Wo liegt das?

Im Marchfeld, wo sich der Schicksalsbogen der Habsburger als Herrscher im Donauraum spannt. Er beginnt am 26. August 1278 mit der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen und endet am 23. März 1919 mit der Abfahrt des Zuges mit dem Kaiserpaar vom Bahnhof Kopfstetten-Eckartsau.

Es empfiehlt sich, diesen kleinen Bahnhof an einem trüben Novembertag zu besuchen. Man nehme die "holprige" Straße von Eckartsau (so nennt sie Oberstleutnant Edward Lisle Strutt, der im Auftrage der Alliierten das Kaiserpaar in seinen letzten Tagen in Österreich "begleiten" sollte). Viel hat sich seit 1919 an dieser Straße wahrlich nicht geändert. Zwar ist sie asphaltiert worden, holprig ist sie noch immer. Wenn man dann in Kopftstetten auf die Bundesstraße stößt, fahre man weiter bis zur zweiten Kreuzung und biege dort nach links ab. Der Bahnhof ist dann nicht mehr zu verfehlen.

Danach empfiehlt es sich, den Bahnsteig zu betreten, den Blick in die Weite des Marchfelds schweifen zu lassen (falls dies im Novembernebel möglich ist) und sich folgende Situation vorzustellen:

Der Zug, der das Kaiserpaar ins Exil bringt, steht abfahrbereit. Es ist stockdunkel, und es regnet. Etwa 2000 Menschen haben sich versammelt, um 641 Jahre nach der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen den letzten Kaiser zu verabschieden (Die Heere bei der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen sollen jeweils etwa 30.000 Mann ausgemacht haben). Wenn man sich diesen kleinen Bahnhof vorstellt, mit 2000 Menschen, so fragt man sich, wo sich diese aufgehalten haben. Aber sie sollen da gewesen sein. Und dann, als Kaiser Karl im Zug war, soll er sich aus dem Fenster gelehnt und einfach "Meine Freunde, auf Wiedersehen" gesagt haben.

Ein stilles, ein melancholisches Ende der langen Regentschaft der Familie Habsburg. Nach dem zweiten Weltkrieg wird das Marchfeld zum Grenzland. Es ist einfach aus an der March. Es geht nicht weiter, mache haben auch den Eindruck, dass nichts weiter geht. Die Bahnlinie verliert an Bedeutung. In Richtung Osten führt sie bis Engelhartstetten. Dort endet sie - etwa 7 km vor der March und etwa 17 km vor dem Stadtzentrum von Pressburg. Man kann heute gar nicht mehr mit dem Zug nach Kopfstetten fahren. Da gibt es nur noch Busse, und die fahren selten...

 

Das Bahnhofsgebäude - ein typischer kleiner k.u.k. Landbahnhof. Die letzte Renovierung liegt schon lange zurück, allerdings gab es damals schon Eternitplatten für die Fassade und Eternitdachplatten. Es wurden neue Leuchten installiert, für einen neuen Anstrich hat es dann nicht mehr gereicht, ist der vielleicht noch aus Kaisers Zeiten? Sogar das neuen Stationsschild (blau, mit weißer Schrift und abgerundeten Ecken) ist schon alt und beginn zu verbleichen, die alte Stationsbezeichnung ist kaum noch zu lesen. Noch hängt ein Werbeplakat dort, das auch schon mal frischer gewirkt hat. Die "vienna airport lines" als Sujet sind schon etwa höhnisch.

Kopfstetten, das bietet vollkommene herbstliche Melancholie im Marchfeld. Es ist einen Abstecher wert.

nd doch gibt es einen Lichtstreifen am Horizont: Die Gemeinde Eckartsau versucht, den Bahnhof zu renovieren und dort sogar einen Gedenkraum zu errichten. Wir wünschen ihm eine Chance gegen die habsburgischen Highlights in der Hofburg, in Schönbrunn....

Archimedes

 

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Das ist "unsere" Elisabethina!

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Am 24.12.1991, dem 154. Geburtstag von Kaiserin Elisabeth, gegründet, verschrieben sich die ersten Mitglieder ganz dem "altösterreichischen Geist" der Landsmannschaften. Regina von Habsburg ist beispielsweise ihr Ehrenmitglied.

Die Bezeichnung C.oe.A.St.V. ist nach ihrer Eigendefinition auch Inhalt und Programm dieser Verbindung: C steht für Christlich, Oe für Österreich und seine große Geschichte, A für akademisches Leben, St für Studentinnen und schließlich V für eine selbständige Verbindung von Frauen, die die Lebensfreundschaft durch das vereinende Band symbolisieren. Elisabethina hat lange vor anderen Mädchen- bzw. Damenverbindungen den Flaus beim Chargieren und einen Comment, der den Burschenverbindungen ähnlich, aber doch "weiblich adaptiert" ist, eingeführt.

Die Verbindung ist Gründungsmitglied der "Vereinigung Christlicher farbentragender Studentinnen in Österreich" (VCS), der Korporationen in Wien, Salzburg und Graz angehören. Der VCS wiederum ist seit 1994 Mitglied im EKV und hat Freundschaftsabkommen mit KÖL, ÖCV, OKV, MKV und VfM. Elisabethina ist daher voll in der "konfessionellen" Couleurfamilie Österreichs, ja Europas eingebettet.

Zu uns Carolinen haben die Elisabethinen über alle offiziellen Couleurverbindungen hinaus eine besondere Beziehung. Während des Bestandes des "CouleurZentrums Blechturmgasse" (CZB) von 1994 bis 2002 waren sie, als Mieter bei Tegetthoff, ein besonders wichtiger und wertvoller Faktor in dieser Interessensgemeinschaft. Mit ihrem Auszug aus der Tegetthoffbude fand auch das CZB sein Ende.

Viele gemeinsame Veranstaltungen - Kneipen, Vorträge und geselliges Beisammensein - waren von großer Kartellfreundschaft getragen und bescherten uns, da beide Verbindungen nicht über "Mitgliederüberschuss" klagen können, die notwendige Anzahl "bierehrlicher Seelen".

Bei dieser durch Jahre gewachsenen Sympathie wundert es nicht, dass nun von beiden Seiten der Wunsch entstand, dieser, durchaus nicht selbst-verständlichen Harmonie, auch nach außen hin mit einem Freundschaftsband Ausdruck zu verleihen!

Heil Elisabethina!

DDr.cer. Brutus
Träger des
Ehrenzipfs Elisabethinae
seit SS 1994

Deutschkurs -
aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

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Leider hat es heuer nicht geklappt!

Unser junger Farbenbruder Olexander Hadynko v. Harald von e.v. Bukowina Czernowitz war schon zum September-Kurs bei den Internationalen Hochschulkursen angemeldet und eingeteilt, als uns ein Mail unseres Farbenbruders und "Mannes in Czernowitz", Sergij Osachuk v. Bajer, vom Bukowiner Zentrum erreichte, dass der Unterricht für Harald in der Heimat bereits im September beginnt und dieser daher den Kurs in Wien nicht besuchen kann!!

Sergij kommt im Oktober wieder nach Wien und wir werden ein Treffen organisieren, um mit ihm einen Plan für 2004 auszuarbeiten!

Die Kontakte zu Czernowitz sind nach wie vor sehr gut und ich hoffe, dass es gelingt, auf der Carolinenbude im Oktober zusammen zu kommen, und dass viele weitere engagierte Czernowitzer wie zB. Marius und Silesius teilnehmen können!

Die bisher gespendeten Mittel werden vom Kassier Carolinae, Bb Ursus "verwaltet"; nach den Gesprächen und Planungen für 2004 mit Fbr. Bajer wird man auch abschätzen können, wie viel Geld für das neue Vorhaben erforderlich sein wird.

Allen bisherigen "edlen Spendern", vor allem dem "Kierlinger Couleurstammtisch" herzlichen Dank!

DDr.cer. Brutus, Phil-xx

 

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