Im Rückspiegel...

… erscheinen in loser Folge Berichte von Veranstaltungen.

Weihnachtskneipe
13. Dezember 2022

Auch wenn Carolina und Tegetthoff gemeinsam feierten, so wurde die Kneipe dennoch nur vom Philistersenior Tegetthoffs geschlagen. Carolinas üblicherweise chargierender Philisterconsenior hatte die Aufgabe der Versorgung der Corona mit Speis und Trank übernommen und konnte daher nicht gleichzeitig am Präsidium sein.

Die Kneiptafel war Dank DDDr. Brutus und Elektra weihnachtlich geschmückt und auch die Keksteller waren wohl gefüllt. So konnte die Feier beginnen, und zu feiern gab es! Nach vielen Jahren wurde bei Tegetthoff wieder eine Burschung durchgeführt. Neobursch Dante verstärkt die Gruppe der aktiv am Verbindungsleben mitwirkenden, auch wenn er die Pennälerzeit bereits hinter sich gelassen hat. Bei Carolina konnten nach Verzögerungen die 75- Semesterjubelbänder an die Bb Pythagoras und Phys überreicht werden.

Fotos: Homepage TEW

 

Semesterantrittskneipe
20.9.2022

Zum Semesterbeginn wurde im Rahmen der gemeinsamen Antrittskneipe der 90. Geburtstag eines Bundesbruders der Tegetthoff gefeiert. Ein Fest, für das zumindest ein paar Voraussetzungen geben sein müssen, damit es auch gefeiert werden kann:
 
  1. Ein Bundesbruder muss dieses hohe Alter erreicht haben
  2. Er muss sich seiner Corporation so verbunden fühlen, dass er im Rahmen einer Kneipe feiern will.
  3. Er muss gesundheitlich in der Lage sein, an der Feier teilnzunehmen.
  4. Seine Bundesbrüder müssen ihm eine Feier ausrichten.
Und es geschah: alle Voraussetzungen waren gegeben, um Dr. Mauritius (TEW) hochleben zu lassen. Die Laudatio hielt DDDr. Brutus, der seit Jahrzehnten Weggefährte von Dr. Mauritius bei Tegetthoff ist. Das faszinierende an der Rede war die sich daraus entspinnende Doppelconférence mit Dr. Mauritius, der regelmäßig Ergänzungen einbrachte. In seiner Dankesrede ließ auch Dr. Mauritius den Blick über Jahrzehnte gleiten und erzählte manche Details, die nicht allgemein bekannt waren. Spannend, interessant und lehrreich!
 
Bei einem Geburtstag darf natürlich eine Torte nicht fehlen. Couleurdame Margarethe hat diese angefertigt, für Verzierungen und Erklärung derselben hat DDr. Raffael gesorgt. Die echte „blaue Mauritius“ fand sich zwar nicht auf der Torte, die schmückenden Marken haben jedoch wesentlich besser gemundett als es eine noch so wertvolle Briefmarke je könnte.
 
Die fröhliche Zeremonie fand in einem donnernden Festsalamander ihren Abschluss, im Anschluss daran wurde noch mit Sekt auf den Jubilar angestoßen.
 

Abschließend muss ich noch eine Voraussetzung für ein gelungenes Fest ergänzen: man muss dabei sein, um es erleben zu können.

Fotos: tegetthoff-wien.at
Text: Dr.cer. Archimedes

Korfu – Die Insel Kaiserin Elisabeth
5.4.2022

In den letzten zwei Jahren mussten zahlreiche Reisen pandemiebedingt abgesagt oder verschoben werden. Die Einschränkungen betrafen aber nicht nur im Reisebüro gebuchte Urlaube, sondern auch virtuelle Reisen in Form von Lichtbildvorträgen, wie wir sie gerne in unserem Programm anbieten. Doch am 5.4.2022 war es endlich möglich den dreimal abgesagten WA über Korfu nachzuholen.

Korfu, die große Insel im Norden der Ionischen Inseln, ist altes Siedlungsgebiet. Man vermutet, dass bereits vor 750.000 Jahren Jäger und Sammler die Insel bewohnten. Jedenfalls bekannt ist Korfu als strategisch wichtige Insel am Eingang zur Adria. Um etwa 500 v. Chr. stellten die Korfioten eine der größten Flotten der Griechen. In römischer Zeit wurde Korfu die erste Provinz Roms in Griechenland, die später zum oströmischen Reich gehörte. Im Mittelalter wechselten die Machthaber oft, bis Korfu im 14. Jahrhundert unter venezianische Herrschaft gelangte. Die Venezianer konnten alle Eroberungsversuche des osmanischen Reiches abwehren. 1797 fiel es an Frankreich, bis es (mit kurzer Unterbrechung als russisches Protektorat) 1815 Teil der Republik der Ionischen Inseln unter britischem Protektorat wurde. Seit 1864 gehört Korfu zu Griechenland. 1941 von Italien annektiert wurde es 1943 von der Deutschen Wehrmacht besetzt. In der Folge kam es zu zahlreichen Luftangriffen der Westalliierten, wodurch Korfu-Stadt 1944 teilweise zerstört worden ist. Seit den 1950er-Jahren blüht der Tourismus in Korfu auf.

Wie bei Vorträgen von Ks Elektra und DDDr.cer. Brutus nicht anders zu erwarten, gab es viele Naturaufnehmen mit tollen Bildern ungewöhnlicher Pflanzen zu bewundern. Die Vegetation auf Korfu ist – zumindest in gepflegten Anlagen – sehr üppig. Der Reichtum der Insel an Kirchen fand auch seinen Niederschlag in den gezeigten Bildern. Natürlich durfte auch das Bild eines Doppeladlers nicht fehlen, allerdings handelte es sich dabei um ein byzantinisches Exemplar.

Ein langer Ausflug führte zur Halbinsel Butrint in Albanien, die Weltkulturerbe ist. Auf dieser Insel finden sich Ausgrabungen aus griechischer und römischer Zeit sowie mittelalterliche Ruinen. Nach wechselvoller Geschichte gelangte es im 14. Jhdt. unter venezianische Herrschaft, Ende des 18. Jhdt. unter osmanische. Und alle haben ihre Spuren hinterlassen.

Zum Abschluss des Vortrages wurden Bilder des Achilleions gezeigt. Der Palast wurde in den Jahren 1890 bis 1892 für Kaiserin Elisabeth erbaut. Architekt war Raffaele Carito aus Neapel, der von Antonia Landi unterstützt wurde. Gemeinsam entwarfen sie einen Palast im griechischen Stil mit langem Arkadengang und Terrasse, geschmückt mit Statuten der Musen. Im Treppenhaus findet sich das große Fresko von Franz Matsch, das den Triumpf Achills über Hector zeigt. Als Kontrapunkt steht im Park die Statue des sterbenden Achills, die Ernst Herter schuf.

Bis 1896 besuchte Elisabeth Korfu immer wieder, danach sollte das Schloss verkauft werden. Das gelang erst 1905, als es Kaiser Wilhelm II erwarb. Nach dem ersten Weltkrieg gab es unterschiedliche Nutzungen, wobei es zuletzt als Museum und Spielcasino diente und u.a. Drehort eines James-Bond-Films war (1980 ‚In tödlicher Mission‘). 1994 übernahm es der griechische Staat. Im Achilleion wurde 1994 im Rahmen einer Sitzung der EU-Regierungschefs der Beitritt Österreichs, Schwedens, Finnlands und Norwegens zur Europäischen Union unterzeichnet. Nach umfangreichen Renovierungen zählt es heute zu den touristischen Hauptattraktionen in Korfu.

Mit diesen Bildern aus Schloss und Park beendeten Elektra und DDDr. Brutus den Bericht aus Korfu und die sehr kleine, aber interessiert lauschende Corona wurde aus den freundlichen Gefilden des herbstlichen ionischen Meeres in raue April Gegenwart Wiens zurückgerissen.

Herzlichen Dank an die Vortragenden für den informativen und kurzweiligen Ausflug nach Korfu.

 

Text: Dr.cer. Archimedes